Das Internationale Kompositionsseminar, ermöglicht durch die Allianz Kulturstiftung, ist eine weltweit singuläre Einrichtung. Als einmaliges Qualifizierungsangebot für Komponisten und Dirigenten, erstmals durchgeführt 2004, bietet es die Möglichkeit der Erarbeitung eines Stücks unter optimalen Bedingungen. Gerade für junge Komponisten gestaltet sich der Berufseinstieg oft schwierig: Das Lernen und Studieren erfolgt nahezu ausnahmslos an den Hochschulen; die Möglichkeit, mit professionellen Ensembles zu arbeiten, ergibt sich in der Regel nicht. Das Internationale Kompositionsseminar möchte diese Diskrepanz aufheben und ein Lernen und Arbeiten auf höchstem Niveau in einem professionellen und internationalen Kontext ermöglichen.
Den jungen Komponisten und Dirigenten stellen die Mitglieder des Ensemble Modern ihre vieljährige Erfahrung als Instrumentalisten zur Verfügung und können so wertvolle Unterstützung bei den Schaffensprozessen geben. Zudem wirken jedes Jahr für jeweils zwei aufeinander aufbauende Arbeitsphasen ein namhafter Komponist und ein namhafter Dirigent als Tutoren mit. In einer ersten Phase werden kompositorische Ideen im Experiment mit den Musikern erprobt und diskutiert. Dabei existiert in intensiven Arbeitsprozessen die Möglichkeit, nicht nur ein komplettes Werk zu erarbeiten, sondern zunächst Teile einer oder mehrerer Kompositionen gemeinsam zu erproben. In einer zweiten Phase werden die Stücke einstudiert und zur Aufführung gebracht. Beide Phasen werden von renommierten Musikerpersönlichkeiten begleitet, bisher u.a. Stefan Asbury, George Benjamin, Johannes Kalitzke, Hanspeter Kyburz, Helmut Lachenmann und Franck Ollu.

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201321.–24. November 

© cresc biennale 2013