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Der französische Dirigent Franck Ollu studierte in Paris und wurde zunächst erster Hornist im Ensemble Modern, bevor er 1999 als Assistent von John Adams seine Laufbahn als Dirigent begann. Mittlerweile ist er weltweit als Experte für zeitgenössische Musik anerkannt. Franck Ollu ist künstlerischer Leiter des schwedischen Ensembles für Neue Musik, KammarensembleN.
Er tritt regelmäßig mit international renommierten Ensembles auf, etwa mit dem Philharmonia Orchestra London, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Orquesta Nacional d’España, Orchestre National de Lyon, dem Philharmonischen Orchester Helsinki, Orchestra del Teatro Comunale di Bologna, Aarhus Symphony, Orquestra Nacional do Porto und mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra. Zu den führenden Ensembles für zeitgenössische Musik, mit denen er gearbeitet hat, zählen das Ensemble Modern, das Elision, Asko, Schönberg und das Avanti Ensemble. Auch als Operndirigent viel gefragt, war Franck Ollu in der Vergangenheit beim Festival in Aix-en-Provence zu Gast, wo er u. a. 2011 Oscar Bianchis »Thanks to my Eyes« dirigierte. Diese Oper, wie auch Pascal Dusapins »Passion«, leitete er auch am Théâtre de la Monnaie in Brüssel. Geplant sind Aufführungen von George Benjamins neuer Oper »Written on Skin« an der Netherlands Opera und am Théâtre du Capitole de Toulouse sowie eine neue Produktion von Frank Martins »Le Vin Herbé« an der Berliner Staatsoper (2013).
2006 dirigierte Franck Ollu die Uraufführung von George Benjamins erster Oper »Into the Little Hill« an der Opéra de Bastille – und anschließend zahlreiche Aufführungen des Werkes, etwa mit der London Sinfonietta beim Aldeburgh Festival, an der Covent Garden Opera London, während einer Spanien-Tournee sowie bei Festivals in Amsterdam, Wien, im New Yorker Lincoln Centre, in Dresden, Frankfurt und Liverpool. Auch hat er Aufführungen von Wolfgang Rihms »Jagden und Formen« mit dem Ensemble Modern bei den Salzburger Festspielen dirigiert. Im vergangenen Jahr gab Franck Ollu sein Debüt beim hr-Sinfonieorchester, das ihn daraufhin sofort wieder einlud. Regelmäßig arbeitet er auch mit RAI Turin und dem Iceland Symphony Orchestra. Als ein Pionier der Neuen Musik hat Franck Ollu viele zeitgenössische Kompositionen erstmals aufgeführt, darunter Werke von Helmut Lachenmann, Heiner Goebbels (»Landschaft mit entfernten Verwandten«), Peter Eötvös, Brian Ferneyhough und Wolfgang Rihm.

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201321.–24. November 

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