10-13.30 Uhr

Frankfurt LAB, Halle 2

Zimmermannperspektiven

Symposium, 2. Tag
Mit Regine Elzenheimer, Bernhard Kontarsky, Oliver Korte, Christian Utz, Oliver Wiener, Martin Zenck und Bettina Zimmermann

Information

1918 geboren, war Bernd Alois Zimmermann fast ein Jahrzehnt älter als die Gründergeneration der Neuen Musik. Innovationsanspruch und Dogmatismus der 1950er Jahre lehnte er zwar nicht dezidiert ab, verfolgte aber ohne jeden missionarischen Impuls einen eigenen Weg. In den Zeitfluss der Musikgeschichte ist er dementsprechend schwer einzuordnen. Zwei Ideen sind mit seinem Schaffen untrennbar verknüpft: seine Auffassung einer Kugelgestalt der Zeit und die darauf fußende pluralistische Kompositionstechnik. Sie wirkten nachhaltig prägend auf jüngere Komponisten. Im Symposium werden Überlegungen zu Grundprinzipien der Zimmermannschen Kompositionstechnik mit Aspekten zur Rezeption und Nachwirkung des Komponisten verbunden.

Konzeption und Leitung: Julia Cloot
Institut für zeitgenösische Musik I z M an der Hochschule für Musik und Darstellenden Kunst Frankfurt am Main

Eintritt frei

14.30 Uhr

Frankfurt LAB
Halle 1

Einführung: 13.45 Uhr
Halle 2

New York Times

John Adams Scratchband (1997)
Sean Friar »In the Blue« (2013) (UA)
Payton MacDonald Cowboy Tabla/Cowboy Raga – for Percussion and Chamber Orchestra (2006)
Conlon Nancarrow Study 2A (ca. 1950) – arr. Gavin Chuck
Conlon Nancarrow Study 3A (ca. 1948/49) – arr. Derek Bermel
Bernd Alois Zimmermann Suite aus »Das Gelb und das Grün«, Musik zu einem Puppentheater (1952)

Alarm Will Sound Alan Pierson, Leitung

Konzertinformation

Wie kein zweiter Klangkörper der Neuen Musik schlägt das Kollektiv Alarm Will Sound aus New York in seinen
Programmen die Brücke zwischen zeitgenössischer Avantgarde und experimenteller Popmusik. Komponisten wie Steve Reich und Wolfgang Rihm schreiben ihm Werke auf den 20-köpfigen Leib und wie selbstverständlich nennt das Repertoire des Ensembles, das sich nonchalant als »Band« bezeichnet, Arrangements radikaler Elektroniker wie Venetian Snares, Aphex Twin oder Autechre gleich neben solchen der Beatles.

This engagement is supported by Mid Atlantic Arts Foundation through *USArtists International* in partnership with the National Endowment for the Arts and the Andrew W. Mellon Foundation.

Einzelticket: 18,– € (ermäßigt 10,- €)

18-24 Uhr

Staatstheater Darmstadt

Einführungen: 17.15 und 21 Uhr
Foyer Großes Haus

zeitzonen

Der Samstagabend bei cresc...2013 gehört Darmstadt

und bespielt verschiedene Orte des Staatstheaters am Georg-Büchner-Platz – das vielfarbige Programm versteht sich als Einladung zu einem Parcours im Großen und Kleinen Haus, in den Kammerspielen und im Foyer, zum Kommen und Verweilen bei Orchester- und Kammermusik, Tanz und Jazz. Den Rahmen bilden Zimmermanns Trompetenkonzert »Nobody knows de trouble I see« (1954) mit Reinhold Friedrich als Solisten, begleitet vom hr-Sinfonieorchester, und mit einer fast mitternächtlichen Carte blanche für Mitglieder des Ensemble Modern und der hr-Bigband der Jazz – jenes Genre, das für Zimmermanns Komponieren einen gar nicht zu unterschätzenden Stellenwert einnahm.
Innerhalb dieses Rahmens finden sich diverse Kammermusiken von Zimmermann – einige davon wurden Anfang der 1950er Jahre bei den Darmstädter Ferienkursen uraufgeführt –, aber auch Stücke von Kollegen wie Olivier Messiaen und Leonard Bernstein. Ins unmittelbare Heute führt ein Programmteil mit dem Ensemble Modern, der mit Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung realisiert wird: Neue Werke von Hanspeter Kyburz und Markus Hechtle, sowie Mark Andres für das Ensemble Modern entstandene »üg«, eine ungewöhnliche Betrachtung auf Zeit und Raum.
Ein weiterer Höhepunkt dürfte Zimmermanns im Untertitel als »Ballet blanc« bezeichnetes Concerto scénique »Présence« (1961) werden, wenn ein Klaviertrio des Ensemble Modern auf eine kleine Performergruppe trifft, die eine eigens für diesen Abend entwickelte Choreografie präsentiert. Nicht nur an diesem Kleinjuwel »Présence« wird einmal mehr Zimmermanns
freier und völlig undogmagtischer Umgang mit ganz unterschiedlichen Musikgenres deutlich.
So postmodern im besten Wortsinne sich Zimmermanns Musik heute zeigt, so bunt und eklektisch – ebenfalls im positiven Verständnis – ist die Darmstädter cresc...-Nacht im Staatstheater konzipiert: von Neuer Musik über Jazz und Performance breitet sich der künstlerische Fächer aus.

Unterstützt durch die Sparkasse Darmstadt Jubiläumsstiftung

Ticket Abendtarif (18 – 21 Uhr): 25,– € (ermäßigt 15,- €)
Ticket Nachttarif (ab 21.30 Uhr): 20,– € (ermäßigt 12,- €)
Nachtschwärmer-Pass (alle Veranstaltungen): 35,– € (ermäßigt 20,- €)

Unterstützt durch:

18 Uhr

Staatstheater Darmstadt
Großes Haus

Zeitlos

Bernd Alois Zimmermann Sinfonie in einem Satz (1953)
Bernd Alois Zimmermann »Nobody knows de trouble
I see« für Trompete und Orchester (1954)
Olivier Messiaen »L ’Ascension« für Orchester (1932/33)

hr-Sinfonieorchester Reinhold Friedrich, Trompete
Karl-Heinz Steffens, Leitung

19.30 Uhr

Staatstheater Darmstadt
Kleines Haus

Présence

Bernd Alois Zimmermann »Présence« (1961) Ballet blanc en cinq scènes pour violon, violoncelle et piano

Rafal Zambrzycki-Payne, Violine Michael M. Kasper, Violoncello Hermann Kretzschmar, Klavier (Ensemble Modern) Andrés García Martínez Jungyun Bae Kristina Veit

Choreografie/Konzept: Friederike Thielmann, Kristina Veit, Florian Ackermann, Norbert Pape
Die Produktion wird unterstützt durch das Z Zentrum für Proben und Forschung und ID_Frankfurt e.V.

19.30 Uhr

Staatstheater Darmstadt
Foyer, Großes Haus

Short cuts

Bernd Alois Zimmermann: Sonate für Violine solo (1951)
Bernd Alois Zimmermann: Tempus loquendi – Pezzi ellitici (1963)
Bernd Alois Zimmermann: Sonate für Viola solo (1955)

Andrea Kim, Violine Megumi Kasakawa, Viola Thaddeus Watson, Flöten

20.30 Uhr

Staatstheater Darmstadt
Kleines Haus

Présence

Bernd Alois Zimmermann »Présence« (1961) Ballet blanc en cinq scènes pour violon, violoncelle et piano

Rafal Zambrzycki-Payne, Violine Michael M. Kasper, Violoncello Hermann Kretzschmar, Klavier (Ensemble Modern) Andrés García Martínez Jungyun Bae Kristina Veit

Choreografie/Konzept: Friederike Thielmann, Kristina Veit, Florian Ackermann, Norbert Pape
Die Produktion wird unterstützt durch das Z Zentrum für Proben und Forschung und ID_Frankfurt e.V.

20.30 Uhr

Staatstheater Darmstadt
Foyer, Großes Haus

Short cuts

Bernd Alois Zimmermann: Sonate für Violine solo (1951)
Bernd Alois Zimmermann: Tempus loquendi – Pezzi ellitici (1963)
Bernd Alois Zimmermann: Sonate für Viola solo (1955)

Andrea Kim, Violine Megumi Kasakawa, Viola Thaddeus Watson, Flöten

21.30 Uhr

Staatstheater Darmstadt
Großes Haus

Zeitgenossen

Konzert aus der Jubiläumsreihe der Ernst von Siemens Musikstiftung

Mark Andre »üg« (2007/08)
Hanspeter Kyburz »Danse Aveugle« (UA der Neufassung)
Markus Hechtle »Wortlose Rückkehr« für Ensemble (UA)
Leonard Bernstein »Prelude, Fugue and Riffs« für Soloklarinette und Jazz-Ensemble (1949)

Ensemble Modern Mitglieder der hr-Bigband
Norbert Ommer, Klangregie Felix Dreher, Live-Elektronik Brad Lubman (für den erkrankten Franck Ollu), Leitung

Gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

23 Uhr

Staatstheater Darmstadt
Kleines Haus

unlimited

Carte blanche für Mitglieder von Ensemble Modern und hr-Bigband

 

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201321.–24. November 

© cresc biennale 2013